Vereinschronik

Die Freiwillige Feuerwehr Röbersdorf wurde am 02.02.1881 ins Leben gerufen. Schon damals verzeichnete man eine Mitgliederstärke von 76 Mann, so daß keine Pflichtfeuerwehr aufgestellt werden mußte.

Jeder Feuerwehrmann hatte seinen festen Posten (z.B. Steiger, Obersteiger oder Wasserträger), welcher je nach Gefährlichkeitsgrad zugeteilt wurde. So mußten Steiger- bzw. Obersteigerposten von Ledigen besetzt werden. Kommandant der Feuerwehr war meist der jeweilige Bürgermeister des Ortes. Dies war auch so, als am 05.06.1932 das 50-jährige Gründungsfest gefeiert wurde. Bis zum 2ten Weltkrieg arbeitete die Wehr mit Handdruckspritzen, doch bereits 1946 wurde die erste Motorspritze angeschafft.

Feuerwehrspritze_im_Jahr_1961

1960 wurde eine neue Gerätehalle gebaut und 1961 wurde eine neue Motorspritze TS 8/8 gekauft, welche damals feierlich von Pater Ferdinand geweiht wurde.
Um den wachsenden Aufgaben ihrer Feuerwehr gerecht zu werden, schaffte die Gemeinde Röbersdorf 1974 ein Löschfahrzeug vom Typ Ford Transit an.

Transit-300x198

Im Selben Jahr gibt der 1.Kommandant Hans Arold die Feuerwehrführung an seinen bisherigen Stellvertreter Manfred Seeberger ab. Die bereits 1967 unter Kommandant Arold eingeführten Leistungsprüfungen wurden intensiviert, so daß sich die Wehr an ihrem 100-jährigen Bestehen in einem guten Ausbildungsstand befand. Das Fest wurde damals im “kleinen Rahmen” abgehalten.

Sowohl der Feuerwehrdienst, als auch das Vereinsleben bekamen durch Kommandant Seeberger neue Impulse.
So wurde 1986 zum erstenmal eine Damenlöschgruppe aufgestellt und mit Einführung des Straßenfestes eine wichtige Einnahmequelle geschaffen.
1990 gibt Manfred Seeberger nach über 20-jähriger Kommandeten- und Vorstandstätigkeit die Feuerwehrführung ab.
Neuer Kommandant wurde Konrad Schmaus, der neue 1.Vorstand wurde Roland Seeberger.
Im Jahre 1991 feierte die FW Röbersdorf ihr 110-jähriges Gründungsfest in Verbindung mit dem 2. Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Bamberg.

Dieses Fest wurde im großem Rahmen abgehalten und stand unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrates und Senators Otto Neukum.
Um die 114 angemeldeten Vereine angemessen unterzubringen, wurden zwei große Zelte mit einem gesamten Fassungsvermögen für 3500 Personen auf der Hahnswiese aufgestellt.
Mit dem am Festsamstag abgehaltenen Bunten Abend, elebte der Ort Röbersdorf eine Veranstaltung, wie sie bis dahin einzigartig war. Höhepunkt dieses Festes für die Feuerwehr Röbersdorf war die Weihe unserer neuen Vereinsfahne.

Mit der Anschaffung dieser Fahne, hat sich die Feuerwehr Röbersdorf zum erstenmal in ihrer 110 jährigen Geschichte ein Symbol geschaffen, um daß sich der ganze Verein stolz versammelt. Das diese Fahne für die Vereinsmitglieder nicht nur irgend ein Fähnlein war, zeigte auch die Tatschache, das sich viele Vereinsmitglieder spontan an der Finanzierung dieser Fahne beteiligt haben.
Im Jubeljahr 1991 präsentierte sich die FFW Röbersdorf in sieben Löschgruppen mit einer Mannschaftsstärke von 94 Feuerwehrmännern bzw. Frauen.

Jugendwart Georg Dorn baute eine vorbildliche Jugendgruppe bestehend aus 27 Jungen und Mädchen auf, welche nach Erreichen der “Bayerischen Jugendspange” als eine der ersten Jugendgruppen des Landkreises auch die “Deutsche Jugendleistungsspange” ablegte.

Um den Verein auch rechtlich auf sichere Beine zustellen, wurde vom ersten Vorstand Roland Seeberger die Umstellung zum eingetragenen Verein e.V. vorangetrieben.

Um weiterhin einen hohen Ausbildungsstand der Röbersdorfer Feuerwehr zu gewährleisten, entschloß sich die Marktgemeinde Hirschaid 1990 zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum.
Somit war auch für die Zukunft der Grundstein für eine gut ausbebildete Röbersdorfer Feuerwehr gelegt und der Feuerwehrdienst bzw. der Feuerwehrverin attraktiv.

Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehaus begonnen und auf persönliches Betreiben unseres 1. Bürgermeisters Andreas Schlund mit Hochdruck voran getrieben, so das zumindest die Außenfassade rechtzeitig zum Fest im vollen Glanz erstrahlte und der Festzug stolz am neuen Gerätehaus vorbei ziehen konnte. Im folgenden Jahre wurde dann der Innenausbau fertiggestellt und 1992 unser neues Gerätehaus feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung ürbergeben.
Von den Mitgliedern der FW Röbersdorf wurden hierbei unter der Leitung von 1. Kommandanten Schmaus 2500 Stunden Eingenleistung erbracht.

Nachdem 1987 der erste und zweite Kommandant die einzigen in der FW Röbersdorf waren, die über Ausbildungen an FW-Schulen verfügten, wurde ab diesem Zeitpunkt damit begonnen, aus der Mannschaft die ersten Kameraden auf Maschinisten- und Gruppenführerlehrgänge zu schicken.
Dieser Trend wurde unter Kommandant Schmaus in den folgenden Jahren intensiviert, so dass die FW Röbersdorf heute über eine sehr gut ausgebildete Führungsmannschaft verfügt.

Ab 1990 wurde vom 1. Kommandanten Schmaus der Übungs- und Einsatzdienst so gestaltet, dass die Feuerwehr Röbersdorf in der Lage war, auch den Anforderungen die ein Fahrzeug der LF 8 Klasse mit sich bringen würde zu bewerkstelligen. Auf Grund des Alters des vorhandenen TSF´s war dies ein Ziel, welches für die nähere Zukunft ins Auge gefaßt wurde.

Das Jahr 1993 brachte technisch für die Feuerwehr Röbersdorf den Durchbruch. Vom Besitzer der örtlichen Firma Painting Maler GmbH Jim Jonson wurden uns vier neue Atemschutzgeräte gekauft. Es haben sich damals fast 30 Personen als Atemschutzgeräteträger ausbilden lassen.
Diese spontane Bereitschaft Atemschutz zu besetzen hält bis in die heutige Zeit an.
Auf der Jahreshauptversammlung 1996 gab 1. Vorstand Roland Seeberger sein Amt als erster Vorsitzender ab, die Versammlung wählte Karlheinz Gunzelmann zum neuen 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Röbersdorf.
Im Jahre 1996 wurde die in die Jahre gekommene Tragkraftspritze durch eine neue TS 8/8 Ultra Leicht von der Firma Ziegler ersetzt.

Da der Ort Röbersdorf immer wieder von schweren Hochwassern heimgesucht wird, entschloß sich 1997 der Besitzer der örtlichen Firma Bootservice Mainfranken Georg Dorn der Feuerwehr Röbersdorf ein Arbeitsboot zu stiften.

Mit diesem Boot wurde die Feuerwehr Röbersdorf in die Lage versetzt, bei Hochwasser effektirver zu arbeiten.
Es blieb natürlich nicht aus, daß dieses Boot auch außerhalb des Ortes z.B. auf dem Rhein Main Donaukanal zum Einsatz kam und kommt. Damit dieses Gerät richtig und vernünftig zum Einsatz kommt verfügt die Feuerwehr Röbersdorf über 10 ausgebildete Bootsführer.

Der nächste Höhepunkt dam dann 1998. Jim Jonson von der Firma Painting Maler stiftete der Feuewehr Röbersdorf einen fast neuen VW Transporter, welcher in Eigenleistung unter der Regie des damaligen 2. Kommandanten Werner Gantke zum Mehrzweckfahrzeug von der Feuerwehr umgebaut wurde.

MZF

Beide Fahrzeuge, das Mehrzeckfahrzeug und das Arbeitsboot wurden Mitte 19998 feierlich geweiht und ihrer Bestimmung übergeben.
Es blieb natürlich nicht aus, das die Räumlichkeiten der Röbersdorfer Wehr aus allen Nähten platzten. So wurde im Herbst 1998 vom 1. Kommandanten Schmaus und dem 1. Bürgermeister Schlund vereinbart, einen Anbau am bestehenden Gerätehaus zu errichten. Da vereinbart wurde sämtliche Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen, stand der Marktgemeinderat diesem Vorhaben positiv gegenüber, so das noch im gleichen Jahr mit den Arbeiten begonnen werden konnte.
Nach zwei-jähriger Bauzeit und über 5000 Stunden Eigenleistung konnte im Jahre 2000 der Anbau dann der Bestimmung übergeben werden.

Ebenfalls im Jahre 2000 schenkte uns der Besitzer der örtlichen Firma Garagentore Klaus Trott einen neuen Anhänger um die mittlerweile vielseitigen Geräte zur Bekämpfung von Ölunfällen vernünftig zu transportieren und zu lagern.

Das Jahr 2000 brachte für die Feuerwehr Röbersdorf noch ein Ereignis der besonderen Art.
Nachdem 1998 zum erstenmal eine Delegation der Röbersdorfer Wehr mit der Gemeinde Hirschaid zu deren Partnergemeinde Ivancna Gorica nach Slowenien fuhren und sich bei diesem Besuch spontane Freundschaften bildeten, beschloß die Feuerwehr Röbersdorf mit den Feuerwehren Sentvid und Sticna aus der Slowenischen Gemeinde Ivana Gorica eine Partnerschaft einzugehen.
So kam es, das ein Bus mit 50 Röbersdorfer Feuerwehrlern, angeführt vom 1. Kommandanten Schmaus und dem 1. Vorstand Gunzelmann sich auf den Weg nach Slowenien machte, um diese Partnerschaft feierlich zu unterzeichnen.
In der Jahreshauptversammlung 2001 gab 1. Vorstand Gunzelmann sein Amt ab. Die Versammlung wählte Hans Kröppel zum neuen 1. Vorstand der FFW Röbersdorf.

Da man die Partnerschaft 2000 mit unseren Freunden aus Sticna und Sentvid auf slowenischen Boden besiegelt hatte, mußte die gleiche Zeremonie natürlich auch auf deutschen Boden besiegelt werden.
So machten sich im Sommer 2002 unsere Slowenischen Freunde mit einer großen Abordnung auf den Weg nach Röbersdorf. Die feierliche Besiegelung der Partnerschaft im Röbersdorfer Dorfgemeinschaftshaus und die anschließende Feier, war ein Fest der Freude unter großer Beteiligung der Röbersdorfer Bürger.

Da Kommandant Schmaus seit 1995 auch noch das Amt des Kreisbrandmeisters inne hatte und die Doppelbelastung mit der Zeit zuviel wurde, entschloß er sich im Frühjahr 2003 das Amt als 1. Kommandanten der FFW Röbersdorf niederzulegen. Zu seinem Nachfolger wurde von der einberufenen Dienstversammlung sein bisheriger Vertreter Erwin Stromer gewählt.

Das jedoch größte Ereignis für die FFW Röbersdorf war am 01.07.2005. Der Tag an dem das lang ersehnte neue Fahrzeug ein LF 10/10 von der Fa. Ziegler auf einem MAN Fahrgestell mit Pauken und Trompeten unter großer Anteilnahme nach Röbersdorf kam.

Da dieses Fahrzeug neben seiner umfangreichen Ausrüstung auch mit einem Rettungssatz ausgestattet ist, ist die FFW Röbersdorf in der Lage, in Zukunft auch bei Verkehrsunfällen rasch und effizient zu helfen.
Am 23.07.2005 wurde dieses Fahrzeug feierlich von Pater Wolfram Schüssler geweiht und Kommandant Stromer konnte nach der offiziellen Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Andreas Schlund das neue Fahrzeug in den Dienst stellen.
Doch nicht nur der Feuerwehrdienst bekam seit 1990 eine Vielzahl von neuen Impulsen, auch der Feuerwehrverein wurde seit dieser Zeit zu einem wichtigen Faktor, nicht nur in der Feuerwehr, sondern auch im Jahresablauf der Ortes Röbersdorf.
So wurde mit einer Vielzahl von Veranstaltungen der Kameradschaftsgeist in der Truppe gefördert.
Veranstaltungen wie z.B. eine Winterwanderung, Fahrradtouren, gemeinsame Kegelnachmittage und der Florianstag gehören heute auch für viele unserer Senioren zu einem festen Bestandteil eines Feuerwehrjahres.
Auch Veranstaltungen wie Fußballspiele, Tischtennistuniere und Darttuniere haben die Kameradschaft in unserer Wehr gefestigt. Dass der Feuerwehrverein an der letzten Übung im Dienstjahr einen Kameradschaftsabend für seine Mitglieder ausrichtet, ist eine Sache auf die sich die meisten lange freuen.
Der 1995 begonnene Kappenabend der Feuerwehr ist nicht nur für unsere Mitglieder ein Highlight in der Faschingszeit, sondern hat mittlerweile schon über die Grenzen von Röbersdorf hinaus seine Fans gefunden.
Man kann getrost sagen, daß das Ansehen der FFW Röbersdorf, durch das rührige Arbeiten und gute Funktionieren unseres Feuerwehrverines seit 1990 auch über die Ortsgrenzen von Röbersdorf gealtig zugenommen hat.

Das sich unsere Feuerwehr in den letzten 16 Jahren so positiv entwickelt hat, ist aber auch den vielen Freunden und Gönnern zu verdanken, die uns über all die Jahre immer wieder unterstützt haben. Stellvertretend für die vielen, die hier nicht genannt werden können und bei denen wir uns heute recht herzlich bedanken möchten, seien die Firmen Painting Maler, Zweirad Dresel, Ahles Holzbau, Flaschnerei Seeberger, Bootsservice Mainfranken und Garagentore Klaus Trott genannt, die uns übergebührend unterstützt haben.
Im Festjahr 2006 präsentiert sich die Röbersdorfer Wehr mit 182 Mitgliedern davon 84 im aktiven Feuerwehrdienst.

(aus der Festschrift zu 125 Jahre FFW Röbersdorf vom Mai 2006)

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